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Warum verwenden Sie in Ihrer Praxis nur ungerne Amalgam?


Amalgam ist ein billiges, lange haltbares und schnell zu verarbeitendes Material. Aus diesen Gründen war es lange die erste Wahl für Füllungen bei der Kariesbehandlung.

Die in der Zahnmedizin verwendeten sogenannten Silberamalgame bestehen etwa zu gleichen Teilen aus Silber und Quecksilber. Besonders beim Einbringen einer neuen und beim Herausschleifen einer alten Amalgamfüllung verdampft ein Teil des giftigen Quecksilbers und wird eingeatmet. Zusätzlich gibt eine Amalgamfüllung über den gesamten Zeitraum, den sie im Mund ist, Quecksilber ab, was heruntergeschluckt und in den Organismus aufgenommen wird.
Da das gesundheitliche Gefährdungspotential trotz vieler und eingehender Untersuchungen nach wie vor nicht abschätzbar ist, haben wir uns bereits vor über 15 Jahren eigentlich gegen die weitere Verarbeitung dieses Materials entschieden. Dass wir mit diesem Vorgehen nicht falsch liegen, zeigt unter anderem das im Februar 2009 in Schweden in Kraft getretene Amalgamverbot.

Warum wird Zahnersatz nur im angegliederten Dentallabor gefertigt?


Sie als Patient profitieren in vielerlei Hinsicht von der Kooperation mit dem Dentallabor "KLAUS" in Kenzingen:  http://www.dentallabor-klaus.de/unter grenzenlos/fotoschau.htm

Ist ein Implantat für mich geeignet?


Anhand der Analyse eines individuell hergestellten Kiefermodells und aktueller Röntgenbilder muss zunächst ermittelt werden, ob ein ausreichend stark dimensionierter Kiefer vorliegt, um eine Implantation durchführen zu können. Dabei bestimmt die spätere Position der Krone die Position des Implantats. Reicht die Knochenstärke zunächst nicht aus kann das Implantatbett mitunter durch Verwendung von Knochenersatzmaterialien “aufgefüttert” werden. Das Knochenersatzmaterial wird im Idealfall langsam von Blutgefäßen durchwachsen und durch Knochen ersetzt.

Zur Übertragung der Modellsituation wird eine Operationsschablone angefertigt, mit deren Hilfe das Implantat exakt an der vorher ermittelten Stelle eingebracht werden kann. Anschließend heilt das Implantat innerhalb von zwei bis sechs Monaten ein. Nach dieser Phase kann im Dentallabor die Krone hergestellt werden.

In anatomisch schwierigen Situationen kann die Erstellung eines dreidimensionalen Röntgenbildes sinnvoll sein: Die digitale Volumentomographie (DVT) des Operationsgebiets verschafft millimetergenaue Klarheit über alle Strukturen. Für die Erstellung dieses DVT´s überweisen wir Sie an einen speziell dafür ausgebildeten Kollegen. Die Implantation führen wir in einfachen Fällen im Anschluss in unserer Praxis durch oder übergeben Sie einem chirurgischen Spezialisten.

Was sind Implantate?

Bild "Kontakt:implantat.jpg"Eine sehr komfortable, clevere Lösung, fehlende Zähne zu ersetzten bietet die Implatologie. Hier werden Titanschrauben in den Kiefer eingebracht. Dieses Implantat ist der natürlichen Zahnwurzel nachempfunden und ist der Träger für einzelne Kronen, Brückenpfeiler oder z.B. für eine Verankerung von Prothesen.
Die Behandlung erfolgt in örtlicher Betäubung und ist in den meisten Fällen fast ohne nachträgliche Schmerzen. Vorraussetzung ist ein stabiler Knochen, der in jedem Alter noch vorhanden sein kann. Dies wird mittels Röntgenbild vorher abgeklärt. Einziger Wermutstropfen sind die hohen Kosten.
Dennoch sprechen viele Gründe für ein Implantat :
- Einfacher Ersatz von Einzelzahnlücken, ohne dass die Nachbarzähne beschliffen werden müssen.
- Durch ein Implantat bleibt der Knochen erhalten, da die Kaukraft über das Implantat übertragen wird.
- Ein Implantat zeichnet sich durch seine Langlebigkeit aus.
- Eine implantatgetragene Prothese überzeugt durch ihre Festigkeit/Haftung und ihre Funktion.
- Die Ästhetik bei der neuen Generation von Implantaten ist fantastisch.

Inlay´s, die Königsklasse?


Ein Inlay bzw. eine Einlagefüllung ist eine außerhalb des Mundes in einem Stück gefertigte Gold-Füllung. Die Vorteile eines Inlays sind vielfältig:


Bis vor ca. 15 Jahren galten Goldinlays als die beste Möglichkeit einen Zahn zu restaurieren. Der Wunsch nach zahnfarbenen, ästhetisch ansprechenden Füllungen führte zur Entwicklung von Keramikinlays, die allerdings teurer und wesentlich empfindlicher sind.

Wann braucht ein Zahn eine Krone? Welche Behandlungsschritte sind nötig?


Manche Zähne sind großflächig kariös zerstört, oder bestehen fast nur noch aus Füllmaterial. Bei anderen liegt eine Karies so tief unterhalb des Zahnfleischs, dass keine ausreichende Isolation mehr möglich ist, um den Zahn mit einer Füllung zu versorgen. In allen solchen Fällen wird der betreffende Zahn überkront.

Für eine solche Überkronung wird ein Zahn nicht wie häufig angenommen direkt überhalb des Zahnfleischs komplett abgeschliffen. Vielmehr wird der Zahn rundherum um ca. 1-2 mm reduziert, um ausreichenden Platz für eine anatomisch geformte Krone zu schaffen. Der beschliffene Zahn wird abgeformt, und die Abformung an unser Dental-Labor weitergegeben, wo der Zahntechniker die Krone herstellt. In einer weiteren Sitzung wird die fertige Krone ähnlich einer Hülse über den Zahnstumpf gesetzt und fest zementiert.

Welche Vorteile bringt die Behandlung mit einem Laser?


Durch die punktuell extrem hohe Energieeinwirkung des Lasers wird eine sofortige Keimfreiheit der behandelten Oberfläche erzielt. Im Gegensatz zu anderen Verfahren dringt die Hitze aber nicht in die Tiefe des Gewebes ein. Es entsteht eine sterile, nicht blutende, sehr gut heilende Wundfläche. Nach der Behandlung sind kaum Schmerzen zu erwarten. Die Alternative wäre ein elektrisches Skalpell, hier sind die Ergebnisse dem Laser gleichzusetzen.

Was genau versteht man unter einer Parodontitis?


Parodontitis (früher: Parodontose) ist eine Volkskrankheit, die in der Regel durch Zahnstein und Zahnbelag hervorgerufen wird. Zahnbelag besteht zum überwiegenden Anteil aus Bakterien und deren Ausscheidungen. Je länger Zahnbelag in der Mundhöhle bleibt, umso stärker wird er mit dem Kalk aus dem Speichel gehärtet und wandelt sich schließlich zu Zahnstein um. Der bakterielle Biofilm stellt einen starken Entzündungsreiz dar. Zunächst kommt es zu einer Zahnfleischentzündung: Das Zahnfleisch schwillt an und blutet beim Zähneputzen. Es liegt den Zähnen nicht mehr straff an, sondern wirkt aufgelockert und lappig.

Bleibt diese Zahnfleischentzündung unbehandelt, kann es schließlich zu einer schleichenden Entzündung und Zerstörung auch des Kieferknochens kommen. Häufig verläuft diese Erkrankung über viele Jahre völlig schmerzfrei und bleibt deshalb unbemerkt. Unbehandelt kann sie bis zum Zahnverlust führen.

Eine unbehandelte Parodontitis greift nicht nur die Zähne an, sondern kann auch zu allgemeinmedizinischen Erkrankungen (z.B. Diabetes, rheumatische Erkrankungen, Herzerkrankungen) beitragen.

Wie wird eine Parodontitis behandelt?


Für die Behandlung einer Parodontitis sehen die Krankenkassen eine sogenannte „Kürettage”, d.h. ein Ausschaben der Zahnfleischtaschen mit Hilfe geeigneter Instrumente vor. Im Anschluss an eine solche Behandlung kommt es allerdings häufig zu schmerzenden Wunden und empfindlichen Zahnhälsen.
Um diese Komplikationen so weit wie möglich zu reduzieren, bieten wir über die Empfehlung der Krankenkassen hinaus die Behandlung mit verschiedenen Ultraschall-Reinigungsgeräten an.


Was kann ich tun, um meine Zähne langfristig gesund zu halten?


Die Hauptursache für die Entstehung von Karies und Parodontitis ist bakterieller Zahnbelag. Individuelle Faktoren wie Ernährung, Rauchen, Diabetes und negativer Stress können sich zusätzlich nachteilig auf die Zahngesundheit auswirken.

Um Krankheiten zu vermeiden, sollten Sie stets auf eine perfekte Zahnpflege, insbesondere der Zahnzwischenräume achten. In unserer Praxis geben wir Ihnen dazu gerne individuelle Ratschläge. Wir empfehlen unbedingt, das von den gesetzlichen Krankenkassen getragene jährliche Zahnsteinentfernen in Anspruch zu nehmen. Nur so beugen Sie einer möglichen Zahnfleischentzündung oder Parodontalerkrankung vor. Eine zusätzliche Professionelle Zahnreinigung (PZR) ist in vielen Fällen sinnvoll.

Warum wird beim Zahnarzt so oft geröntgt? Ist die Strahlenbelastung dabei nicht zu hoch?

Das Röntgen ist für den Zahnarzt unerlässlich. Auf diese Weise können wir auch die Bereiche Ihrer Zähne begutachten, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind und so frühzeitig Krankheiten diagnostizieren und heilen. Feine oder versteckte Karies zum Beispiel kann so behandelt werden, bevor sie sich ausbreitet.

Um die Strahlung beim Röntgen so weit wie möglich zu reduzieren, verwenden wir sehr schonende Aufnahmetechniken.

Was passiert bei einer Wurzelbehandlung?


Das Ziel einer Wurzelbehandlung ist die optimale Reinigung und Füllung des in den Zahnwurzeln gelegenen Kanalsystems. Im Rahmen einer zeitgemäßen Wurzelbehandlung wird die Aufbereitung der oftmals stark gekrümmten Hauptkanäle mit hochflexiblen Titanfeilen durchgeführt. Dabei dient die mechanische Reinigung des Kanalsystems allerdings nur dazu, ein ausreichend tiefes Eindringen verschiedener reinigender Chemikalien zu gewährleisten. Die Länge der Zahnwurzeln wird mit Hilfe eines Röntgenbildes ermittelt. Nach gründlicher Reinigung und Trocknung des Kanalsystems wird es mit Guttapercha – einer Art Naturkautschuk – und einem auf die Wurzel abgestimmten Zement gefüllt.

Ist eine Zuzahlung bei einer Wurzelbehandlung nötig?

In einigen Fällen ja, da die Krankenkassen nur bei gut aufzubereitenden Wurzeln ohne Vorschäden die Kosten übernimmt.
Wir führen in unserer Praxis eine sehr moderne Wurzelbehandlung durch, die im Gegensatz zu herkömmlichen endodontischen Behandlungen eine Erfolgswahrscheinlichkeit von über 90% hat. Diese Methode ist mit erheblichem materiellen und vor allem zeitlichen Aufwand verbunden. Eine private Zuzahlung ist unvermeidbar, fällt aber im Gegensatz zu den erwartbaren Folgen und anfallenden Kosten bei Zahnverlust gering aus. Die Berechnung richtet sich nach dem zeitlichen Aufwand und Anzahl der Wurzelkanäle pro Zahn.


Warum muss ich bei Kunsstofffüllungen zuzahlen?


Seit langem haben wir uns entschieden, das von den gesetzlichen Krankenkassen als Standard vorgesehene Amalgam nur noch in Ausnahmefällen zu verarbeiten. Stattdessen verwenden wir als „Kassenfüllung” einen Kunststoff, der sich durch gute Haltbarkeit und natürliche Ästhetik auszeichnet. Kunststoffe schrumpfen allerdings um ca. 1- 3 Prozent während sie aushärten. Randspalten können die Folge sein. Um die Bildung von Randspalten zwischen Füllung und Zahn zu reduzieren, besteht die Möglichkeit den Kunststoff in mehreren Schichten einzubringen, und jede Schicht einzeln auszuhärten. Für diese sogenannte „geschichtete Kunststofffüllung” verwenden wir ein sehr hochwertiges nanogefülltes Hybridkomposit. Die damit verbundenen Materialkosten und der deutlich erhöhte Zeitaufwand machen eine Zuzahlung von Seiten des Patienten leider unvermeidbar. Selbstverständlich werden Ihnen die Kosten vor der Behandlung mitgeteilt, sodass Sie ohne Druck die Entscheidung selbst treffen können.
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